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Rückschau auf das 11. BMBF-Symposium zur europäischen zivilen Sicherheitsforschung

Am 5. und 6. März 2025 veranstaltete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Symposium zum europäischen Sicherheitsforschungsprogramm. Der Kongress fand in Brüssel in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU, Rue Belliard 60-62, 1040 Brüssel, Belgien statt.

On 5 and 6 March 2025, the Federal Ministry of Education and Research (BMBF) organised a symposium on the European Security Research Programme. The congress took place in Brussels at the Representation of the State of Baden-Württemberg to the EU, rue Belliard 60-62, 1040 Brussels, Belgium.

BILDERGALERIE

Alle Teilnehmende auf einem Blick
© BMBF/marielauremarciano

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AGENDA

Wie sieht die Zukunft der europäischen Sicherheitsforschung aus? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des 11. Symposiums zur europäischen zivilen Sicherheitsforschung, zu dem das BMBF Anfang März 2025 nach Brüssel in die Vertretung des Landes Baden-Württemberg eingeladen hatte. Rund 140 Akteurinnen und Akteure der europäischen Sicherheitsforschung kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

11. EU-Symposium
Bodo Lehmann, Leiter der Landesvertretung Baden-Württemberg, bei seiner Eröffnungsrede. © BMBF/marielauremarciano

Europa steht aktuell nicht nur vor einer Vielzahl von komplexen und immer dynamischer werdenden Sicherheitsherausforderungen, wie hybriden Bedrohungen, Terrorismus oder Extremwetterereignissen, sondern auch vor einer zunehmend unsicheren geopolitischen Lage. Damit Europa zukünftig in der Lage ist, mit solchen Herausforderungen umzugehen, ist es unerlässlich, eine starke europäische Sicherheitsforschung zu haben. Deswegen stand der Stellenwert von Forschung und Sicherheit in Europa unter der neuen EU-Kommission im Fokus der ersten Paneldiskussion. 

11. EU-Symposium
Paneldiskussion: Stellenwert von Forschung und Sicherheit in Europa © BMBF/marielauremarciano

Fazit: Sicherheit braucht Forschung. Die Teilnehmenden plädieren dafür, dass Sicherheit in alle Forschungs- und Entwicklungsbereiche integriert und mitgedacht wird. Zudem müsse Europa die Sicherheitsforschung vorausschauender gestalten und bereits jetzt die Bedarfe der kommenden zehn Jahre identifizieren.

Wichtig für das Gelingen ist dabei auch eine stärkere Verzahnung von nationalen und europäischen Programmen. Wie Synergien hier besser genutzt werden können, war Thema der zweiten Paneldiskussion. Betont wurde dabei die Bedeutung internationaler Vernetzung, um im Ernstfall schnell auf die Hilfe anderer Akteure zugreifen zu können. Wie genau das aussehen kann, wenn Deutschland im Katastrophenfall internationale Hilfe benötigt, wurde im Gespräch zur „UCPM-Magnitude Übung 2024“ anschaulich erklärt. Bei dieser EU-Katastrophenschutzübung trainierten verschiedene Behörden und Organisationen des Katastrophenschutzes aus Baden-Württemberg gemeinsam mit internationalen Partnern die Zusammenarbeit im Falle eines Erdbebens. Größte Erkenntnis der Übung war, dass bei der deutschen Übungskultur noch Ausbaubedarf besteht.

Im Panel zum Thema Dual Use wurde klar: Nicht nur die Synergien zwischen europäischen und nationalen Programmen müssen besser genutzt werden, sondern auch die zwischen der zivilen und militärischen Forschung. Insbesondere vor dem Hintergrund hybrider Bedrohungen brauche es weitere Investitionen und eine Kombination von ziviler und militärischer Forschung.

Was die Sicherheitsforschung konkret an Lösungen zu bieten hat, konnten die Besucherinnen und Besucher in einer begleitenden Ausstellung erleben. So konnte die mobile Untersuchungskabine aus dem Projekt KABINE getestet werden, die – ausge-stattet mit Kamera und Internetzugang sowie medizinischen Instrumenten wie EKG, Blutdruckmessgerät und Blutsättigungsgerät – die medizinische Erstversorgung in Katastrophengebieten sicherstellen soll. Darüber hinaus stellte das Projekt feirseine VR-Brille aus, mit der eine Übungsumgebung für Feuerwehrkräfte sichtbar wird, während das Projekt ROBDEKON ein Robotersystem für Dekontaminationsarbeiten präsentierte.

11. EU-Symposium
Projektausstellung u.a. mit der VR-Brille aus dem Projekt feir. © BMBF/marielauremarciano

Neben dem fachlichen Austausch und Netzwerkmöglichkeiten war auch die feierliche Verabschiedung von Eckart Curtius Bestandteil des Symposiums. Er hat sich viele Jahre lang in seiner Rolle als Referent für die zivile Sicherheitsforschung im BMBF für die europäische Sicherheitsforschung engagiert, was zahlreiche Wegbegleiter würdigten.